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BASAJAUN 2023

Mein Jahreshighlight steht bevor: Es geht wieder nach Spanien in die Pyrenäen zum Non-Stop-Rennen Basajaun. Der Namensgeber des Rennens - Basajaun - ist in der baskischen Mythologie der „Herr des Waldes“, was bereits einen Hinweis auf die Landschaft gibt, die mich erwartet. Landschaftlich wird sich Basajaun definitiv vom Catalunyia Trail unterscheiden und mich vermutlich immer wieder auch an Badlands erinnern.

Die Strecke beträgt 810km und es gilt 15.000 Höhenmeter zu überwinden, bei denen ich komplett auf mich alleine gestellt sein werde. Es ist eine Rundstrecke durch die Region Navarra im Baskenland, die viele Nationalparks und Teile der nördlichen Wüsten Spaniens durchquert. Alle 300 Fahrer müssen der offiziell vorgegebenen Strecke folgen.

Basajaun hat einen großen Stellenwert in der Ultra-Szene. Unter anderem versuchte sich hier im letzten Jahr auch Paul Voss, ehemaliger Träger des Bergtrikots bei der Tour de France. Er gab aber aufgrund der harten Gegebenheiten mitten im Rennen auf. Dieses Jahr wird mit dem Italiener Mattia de Marchi einer der absoluten Topfahrer der Szene am Start stehen.

Die Route

Der Start erfolgt am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr in Vitoria-Gasteiz auf der „Plaza de Espania“ - mitten in dem schönen spanischen Örtchen. Nach einem neutralisierten Start geht es direkt in den Urbasa Nationalpark, einem großen Hochplateau. Die feuchte Luft der Atlantikküste und riesige Buchenwälder sorgen für eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit und eventuell aufgeweichte Passagen. Die Strecke führt anschließend über den Errigoiti-Pass, bevor es eine Schlucht mit mehreren Wasserfällen zu durchqueren gilt.

Irati-Dschungel

Es folgt der Irati-Wald, einer der größten und am besten erhaltenen Buchen- und Fichtenwälder in Europa. Die wilde Flora, die Hügel und steilen Hänge dieses Geländes verleihen diesem Abschnitt den Namen „Dschungel von Irati“. Die Route führt hier über kleinste Wege und umgeht jegliche Zivilisation. Dieser Weg ermöglicht einem in die absolute Wildnis und Abgeschiedenheit einzutauchen und sie zu genießen. 

Bardenas Reales (Wüste)

Auf den Dschungel folgt mit der Bardenas Reales eine Halbwüsten-Naturregion im südöstlichen Teil von Navarra und wird sicherlich Erinnerungen an Badlands aufkommen lassen. Der Boden besteht aus Ton, Kreide und Sandstein, welcher durch Erosion entstandene einzigartige Formen, Schluchten, Hochebenen und spannende Strukturen für mich bereithalten wird. Es gibt keine Besiedelung und die Bäche bleiben die meiste Zeit im Jahr trocken.  Vermutlich werde ich trotz beeindruckender Landschaft zu diesem Zeitpunkt Peñaflor entgegenfiebern, einer kleinen Oase in der Wüstenzone mit reichlich Vegetation und somit Schatten und Wasser.

Sierra de Cameros / Demanda

Als wäre es nicht schon herausfordernd genug, wartet mit der Sierra de Cameros und der Sierra de la Demanda erneut eine Region mit wenig Versorgungsmöglichkeiten. Sie ist heutzutage völlig verlassen. Die Landschaft ist geprägt von trockenem Weideland und alten Eisenbahnstecken von früherem Bergbau. An dieser Stelle wäre es fast geschafft, wäre da nicht noch der härteste Anstieg zum Pico de las Tres Cruces mit fast 2000m Höhe zu erklimmen, bevor es zurück ins Stadtzentrum von Vitoria- Gasteiz geht. 

Meine Ausrüstung

Mein Arc8 wurde von Hardys nochmals gecheckt und auf das bevorstehende Abenteuer angepasst. Die DT-Swiss Felgen wurden mit neuen Tubeless Schwalbe G-One R Reifen in 40mm Breite bestückt. Ein Reifen, er alles kann! Er wird mich auf Teer schnell voranbringen, aber auch in feuchten Gebieten abseits der Strecke definitiv nicht im Stich lassen. Aufgrund der Länge des Rennes habe ich für meine Sram Force AXS Schaltung 2 zusätzliche Akkus im Gepäck. Länger als 60 Stunden sollte ich nicht brauchen, denn die Akkukapazität für Schaltung und Licht sind auf diese Dauer begrenzt. Komfort wird mir der Vorbau von Vecnum bieten, der kleinere Schläge absorbiert. Geführt werde ich von meinem zuverlässigen Wahoo Element Fahrradcomputer. Das Gepäck ist neben Akkus und Flicksachen auf eine Weste, Sonnenmilch und eine Rettungsdecke beschränkt. Es wird in den bewährten Taschen von Evoc transportiert werden. Zum Schlafen habe ich nichts dabei - es soll ja schnell gehen. Des Weiteren stelle ich mich auf hohe Temperaturen ein, weshalb ich neben 2 Litern Wasser am Fahrrad noch eine 1,5l Wasserblase auf dem Rücken tragen werde. 

Live-Tracking – Startnummer 41

Ich freue mich sehr auf das Rennen und lade euch ein, am Sonntag per live-Tracking mit ins Baskenland zu kommen.Unter folgendem Link könnt ihr das Rennen verfolgen:

https://dotwatcher.cc/race/basajaun-2023

Gruß Ben

Hegelstraße 7
72663 Großbettlingen
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