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Ben Koch testet das OPEN U.P. von HARDYS

Ein Traum in Blau und Weiß

Ich freu mich, euch heute schon zum zweiten Mal in meinem Blog begrüßen zu dürfen. An alle Fahrradliebhaber, Abenteurer, Tüftler oder auch Fahrradsuchende unter euch: Heute wird zunächst (m)ein Traumrad genauer unter die Lupe genommen. Im zweiten Teil werde ich Einblicke in meine nun feststehenden Pläne für die kommende Saison, sowie die damit verbundenen Gedanken und Planungen geben.

„Dies ist wirklich ein seltenes und außergewöhnliches Fahrrad, das buchstäblich Neuland betreten hat. Sein Handling, sein Gewicht und sein Design sind phänomenal und verleihen diesem Fahrrad die Fähigkeit auf Asphalt, Schotter oder Singletrails souverän zu fahren“ (Gran Fondo Cycling Magazine& Cyclist Magazine UK).

Was bin ich doch für ein Glückspilz!

Dieser Lobgesang der beiden Fachzeitschriften bezieht sich auf das von Hardys für mich aufgebaute OPEN U.P., das sich spätestens durch seine einzigartige Lackierung von der Menge abhebt. Durch die Möglichkeit, die OpenCycle in Form eines völlig unlackierten Rahmen-Sets anbietet und der Zusammenarbeit mit Hardys, hatte ich die volle Farb- und Gestaltungsfreiheit für ein individuelles und einmaliges Gravelbike - ist das nicht der Traum eines jeden Fahrradliebhabers?

Für die Kenner unter euch: Der für OpenCycle untypische Platz des Namenschriftzugs an den Seiten des Unterrohrs wurde deshalb gewählt, da ich aller Voraussicht nach eine Rahmentasche montieren werde und so der standardmäßige Platz in der Innenseite des Rahmendreiecks verdeckt gewesen wäre. Zudem wird durch diesen kleinen Kniff das Rad noch mehr zu meinem Unikat. Dieses Rad ist nicht nur optisch genial, sondern es fährt sich einfach herrlich und bietet mir das von mir so geliebte und mit dem Gravelbike verbundene Freiheitsgefühl: Wendig in den Kurven, spritzig beim Beschleunigen und die Möglichkeit nach Lust und Laune spontan zu entscheiden in den nächsten Feldweg einzubiegen, völlig unabhängig vom Straßenbelag. Mein zuverlässiger Begleiter freut sich über jede Abwechslung und hilft mir spielend über unerwartete und schwierige Geländestellen hinweg.

Prädestiniert für Abenteuer

Was mir super gefällt, ist das Design der Gabel mit den optisch exponierten Schraubenköpfen, wodurch die Bremsbefestigung steifer und leichter als die herkömmliche Lösung mit einem Adapter wird. Optisch markant und technisch genial ist auch die abgesenkte Kettenstrebe, wodurch eine Optimierung der Steifigkeit, der Kraftübertragung sowie eine größere Freiheit bei der Wahl der Reifenbreite erreicht werden.

Neben den gewöhnlichen Befestigungsschrauben für Flaschenhalter bieten sich bei diesem Rahmen zusätzlich am Ober- sowie Unterrohr Möglichkeiten einen Flaschenhalter, eine Montagebox oder zusätzliche Packtaschen anzubringen. Ich werde sicherlich eine Top-Tube- Tasche für das Oberrohr montieren, in welcher ich Riegel, Geld, Akkus und das Handy verstauen werde, also Gegenstände, auf die ich jederzeit Zugriff haben möchte. „Blackburn“ ist ein Hersteller, der Taschen mit direkter Schraubbefestigung ohne zusätzlich Befestigungsriemen für das Oberrohr herstellt, was ich optisch für gelungener halte. Am Unterrohr werden voraussichtlich die Schraubmöglichkeiten genutzt, um eine Montagebox zu installieren. Reparaturwerkzeuge sind schwer, weshalb der tiefe Schwerpunkt nahe am Tretlager ein geeigneter Platz ist, da der Zugriff schnell und problemlos erfolgen kann. Warum muss ich eine extra Montagebox dabeihaben? Warum benötige ich schnellen Zugriff auf bestimmte Utensilien und warum denke ich an eine Tasche, die das gesamte Rahmendreieck ausfüllt?

Neue Herausforderungen und geplante Abenteuer 2022

Meine Pläne für 2022 sehen vor, dass ich als Höhenpunkte zwei Gravel-Ultracycling-Events bestreiten werde: Zum einen das „TransBalkanRace“ im Juni und zum anderen „Badlands“ im September. Es sind jeweils Rennen im non-stop Format und sogenannte unsupported Events, welche über hunderte Kilometer durch abgelegenste Gegenden führen und bei denen es sich selbst zu versorgen, die Pausen und sowie den Schlaf frei einzuteilen und alles Benötigte selbst mitzutragen gilt. Das bedeutet, dass ich einiges an verfügbarem Stauraum an meinem Gravelbike benötigen werde. Welche Taschen und welches Packsystem mich letztlich begleiten werden, was meine Kriterien sind und warum ich mich für bestimmte Modelle entscheide - darauf werde ich in einem weiteren Blog eingehen. Das „TransBalkanRace“ wird über 1300km von Sezana in Slowenien durch Kroatien, Bosnien-Herzogowina bis nach Kotor in Montenegro führen. Es wird sicherlich eine deutlich längere, klimatisch komplett unterschiedliche und somit bezüglich des Gepäcks eine andere Herausforderung im Vergleich zu Badlands sein. Badlands startet in Granada und führt mich 750 km durch die Tabernas, die einzige Wüste Europas. Es werden weniger Nächte, deutlich weniger Stunden Schlaf sein und warme Kleidung wird kaum benötigt werden, was sich auf die Taschen und das Packsystem auf meinem Open U.P auswirken wird.

Das Gedankenkarussell nimmt Fahrt auf

Im Moment befinde ich mich in der absoluten Vorbereitungsphase. Es vergeht kein Tag, ohne dass Testberichte gelesen werden, der Kontakt und Austausch mit anderen Ultrafahrern gesucht und Schablonen für Taschen zurechtgeschnitten werden, um die zum Fahrrad passenden zu finden. Es vergeht kein Tag, ohne dass ich versuche, mir eine Strategie zurecht zu legen, solche Rennen anzugehen. Es ist unglaublich spannend für mich und schwer einzuschätzen, wie ich auf Schlafmangel reagiere. Ob es besser wäre, regelmäßig und dafür kürzer zu schlafen? Ob generell zu wenig Schlaf in den ersten Nächten des TransBalkan mir gegen Ende zum Verhängnis werden könnte? Wie ich es mit meiner Verpflegung anstellen werde und welches Ausmaß meine Packliste letztlich noch umfasst? Je länger ich mich z.B. mit der Übernachtungsthematik befasse, umso weniger plane ich mitzunehmen. Das Zelt, sowie ein normaler Biwaksack sind u.a. schon von der Liste gestrichen.

Zum Thema „minimales Packmaß“ eine kleine Anekdote von unserer Alaska-Tour

Die ersten Tage ab Anchorage fanden wir nur abgepacktes, toastartiges Brot. Aus transporttechnischer Sicht war das Gewicht optimal, vergleicht man es mit einem Laib Bauernbrot aus dem Schwabenland, jedoch galt es das Volumen zu verbessern. Gerade vom Kassenband genommen wurde deshalb unter den verdutzten Blicken der Amerikaner dem Brot „die Luft herausgelassen“. Merke: Einmal auf einem Brot Platz genommen, passt es spielend in jede Satteltasche! Welche Lösungen ich letztendlich für meine Events u.a. für das Übernachten und Verpflegen auswählen werde, werde ich euch in einem folgenden Blog darstellen.

Die Vorfreude wächst

Ich denke ihr merkt, dass mein Gedankenkarussell nicht mehr stillsteht, dass ich voller Vorfreude bin und dass ich es kaum erwarten kann auf mein blau weißes Hardys-Bike zu sitzen, es mir in meinem Fizik Sattel bequem zu machen, den Schaltvorgängen meiner Ekar 13fach Schaltung mit ihrem charakteristischen, klassischen Campagnolo-Sound zu lauschen und mich von den Shamal Laufrädern durch die schönsten Gegenden des Balkans führen zu lassen. Ich freue mich auf die weiteren noch vor mir liegenden Vorbereitungen und darauf, euch an diesen Schritten teilhaben zu lassen und euch die beiden Rennen mit ihren unterschiedlichen Herausforderungen in diesem Blog näherzubringen.

Bis in einem Monat.

Gruß Ben

Hegelstraße 7
72663 Großbettlingen
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