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UCI WORLD GRAVEL SERIES - 3RIDES AACHEN!

Da für Benni Distanzen unter 500 km uninteressant sind, ist Luka zum 3Rides nach Aachen gefahren. Dort stand neben dem Grand Fond WM Qualifier, auch der für die UCI Gravel WM im Oktober an. Das war das Go-To und das abgestrebte ! Es standen jeweils 3 × 41 km mit 400 hm auf dem Plan. Die Strecke allgemein war eine gute Mischung aus 60 % Gravelwegen & Trails, einige Wiesenpassagen mit unruhigem Trekkerspuren, aber auch einigen längeren Stücken auf Asphalt und Feldwegen, auf denen typischerweise dann ein rauer Wind herrschte. Alles in allem keine einfache Aufgabe aber es geht ja auch um den Spaß, alles andere ist Bonus.

Samstag stand für mich, Luka bereits ein Recon der Strecke auf dem Plan, was sich für praktisch herausstellte, da grade der Anfang durch den Stadtwald sehr kurvig und teils verwirrend war! Schon beim Recon, ohne 900 andere Fahrer der Age Group war der Abschnitt verwirrend genug. Allgemein muss ich sagen, dass ein Recon der Strecke sehr zum Empfehlen ist, grade, wenn viele Starter angemeldet sind, denn dann herrscht wirklich Chaos grade am Anfang des Rennens.

Kurzer Bikecheck:

Luka: ARC8 Eero - Hardys Edition, Campagnolo Ekar 38/ 9-42, Garmin Rally Powermeter Pedale, One-K GA-S Laufradsatz mit Schwalbe G-One R 45 mm, natürlich Tubeless mit ordentlich Milch drin. Mit dabei 2x 500ml HARDYS Flaschen und eine Toolbox mit 2x Pirelli Smart Tube Gravel, Tubeless Repair Kit, Mini Pumpe, Multitool, Ekar Kettenschloss & 1x Reifenheber. Hier das Race Setup!

 

RACEDAY

Am Sonntag war es dann so weit, der Start war ab 12 Uhr, da davor noch das Grand Fondo Event lief.

12:00 startete die Elite, heißt alle Profis der Männer im Bereich Mountainbike, Rennrad und eben auch Gravel, 12:01 die Elite Frauen, ebenfalls nur Profis, dort am Start Gravel Europameisterin Lorena Wiebes vom WT Team SD Worx, Lucinda Brand von LIDL TREK und auch deutsche Meisterin Carolin Schiff u. v. m.

Um 12:06 Uhr war dann der Start für Luka in der ersten und größten Age Group 19-34, dort waren knapp 900 Fahrer gemeldet. Mit hineingemischt wurde noch die zweite Age Group 35-39 die das Starterfeld auf knapp 1200 Starter erhöhte.

Die Devise, bei so einem großen Feld und einem technisch anspruchsvollen Kurs, war also vorne startet, den ersten Anstieg vorne überstehen und dann eine gute Gruppe finden, mit der man die 123 km übersteht. Problem 1 mit dem vorne starten war nur, dass bereits im Vorjahr Fahrer über 1h im Startblock standen und es dieses Jahr nochmals mehr Teilnehmer waren. Also galt es für mich über 1h vor dem Start da sein, Rad abstellen und dann warten, bis es losgeht. Dies führt uns zu Problem 2, weit vorne den ersten Anstieg überstehen, was aus dem kalten natürlich mehr schmerzen verursacht, wie wenn man schön Warmgefahren ist, zum Glück ist das aber für alle der Fall.

Also Rad geparkt, über 1h auf den Start gewartet und dann ging es um 12:10 Uhr, etwas verspätet los! Aus der 3. Reihe, über die Startlinie und direkt auf die große Straße zum ersten Anstieg in Richtung Stadtwald. Ich hatte gute Beine und konnte direkt bis vor auf Position 5 fahren und dort bleiben, bis der erste Gravel / Trail Abschnitt Slalom durch den Stadtwald anfing, also alles perfekt gelaufen. Hier hatte ich, mit einem guten Gedächtnis und dem Track auf meinem Sigma Tacho, wirklich einen Vorteil. Dort im Stadtwald waren viele Kreuzungen und enge Wege, die oft parallel verliefen und so schwierig zu erkennen waren, vorne in der Gruppe ging es dann aber schon gut.

Der erste technische Abschnitt kam dann mit der Abfahrt aus dem Stadtwald raus, eine schnelle Wiesenabfahrt mit einigen Rillen drin und einem steinigen Ausgang auf die Straße. Soweit aber kein Problem, nur spaßig. Von dort ging es auf eine große Runde rund um Aachen, diese Bestand aus Feldwegen und Radwegen, welche überwiegend geschottert oder Gras waren. Als Verbindungsstraßen waren einige größere breite Asphalt Landstraßen eingebaut, dort wurde das Tempo oft rausgenommen. Patrick hatte mir im Voraus schon gesagt das es auf den Asphalt Abschnitten eher gemütlich zu geht, dafür auf jedem anderen Untergrund, dann Vollgas angesagt ist. Das kann ich jetzt im Nachhinein auf jeden Fall bestätigen.

Nach dem Feldweg Abschnitt ging es zurück Richtung Start / Ziel davor waren auf den letzte 7 km nochmals einige Höhenmeter auf etwas rauerem Gravel durch einen Wald eingebaut, dort fuhr eine starke 2-Mann-Gruppe weg, und unsere ca. 30 Fahrer starke Gruppe zerlegte sich in mehrere Teile. Nach der Zieldurchfahrt rollte aber einiges wieder zusammen, nur die 2 Ausreißer sahen wir nicht wieder. So ging es in Runde 2 mit einem guten Feld zügig voran, und der Stadtwald war schnell überstanden.

Als ich mich das erste in der Mitte der Gruppe einsortierte, um ein paar Worte mit Patrick auszutauschen, passierte es! Es ging 90° nach rechts in einen kleinen Schotteranstieg, dieser hatte einigen tiefen vom Regen, diese hatte ich auf dem Schirm und folgte einfach meinem Vordermann. Was ich übersehen hatte, war weiter oben, ein tiefes ausgetrocknetes Loch in dem davor sicher viel Wasser gestanden sein muss. Vor dem wich mein Vordermann im letzten Moment noch aus, ich allerdings tauchte mit dem Vorderrad ein und steckte fest drin. Mit schneller Reaktion beim Ausklicken und einem eleganten Sprung über den Lenker, stand ich plötzlich vor meinem Bike, welches mit dem VR im tiefen Loch steckte. Zum Glück konnte schnell ab und dann auch wieder aufspringen ohne das, was passiert ist. Kette ist drauf geblieben und weiter ging es, allerdings mit 100 m Loch zur Gruppe.

Die 100 m stellten dann doch ein kleines Problem dar, da es vorne in der Gruppe ordentlich abging. Um das Loch zu schließen brauchte ich ca. 5 km und als ich hinten dran war fuhren grade 10 Fahrer vorne raus. Ich allerdings war froh wieder im Windschatten zu sein und musste erstmal Luft holen, denn nach meiner Verfolgungsjagd ging es recht schnell in den welligen Teil Richtung Ziel und in die letzte Runde.

Erst 2 Fahrer, dann 10 Fahrer vorne raus und dann hat es sich in Richtung Ziel wieder etwas zerlegt und ich wusste nicht genau, wo im Rennen ich liege und war bei km 85 bereits etwas angenogt.

Doch die letzte Runde schafft man immer … einige Fahrer kamen von vorne und unsere Gruppe wurde wieder größer. Bis 7 km vor dem Ziel passierte wenig, die Runde war bekannt und wir kamen als Gruppe gut durch. Zum Finale ca. 7 km vor dem Ziel schaffte ich das Gravel Erlebnis dann abzurunden und holte mir bei der Einfahrt in eine Radwegpassage noch einen Schnitt in den HR, zum Glück hatte ich grobe Tubelessmilch im Reifen, die es schafft, das Loch während der Fahrt abzudichten. Der gesamte Hinterbau war zwar eingesaut, aber irgendwann war das Hinterrad dicht und ich konnte mit noch genug Luft einfach weiter fahren. Glück gehabt, den neuer Schwalbe G-One R aber trotzdem mit 1 cm großem Cut daheim.

Auf den letzten welligen km zum Ziel, zerlegte sich unsere Gruppe wieder, ich konnte mich dann ganz gut in der Mitte halten und fuhr dann auf Platz 20 ins Ziel. Im Laufe des Rennes hatte ich bereits auf das schaffen der Qualifikation eingestellt, wenn nichts allzu schiefläuft, das es dann aber für den 20. Platz reicht überraschte mich selbst etwas! Ich dachte, eher auf Platz 40–50 zu liegen, aber lieber so, als andersrum!

Ein richtiges Rennen war es auf jeden Fall und mit 124 km, 1250 hm, 250 Watt Durchschnitt auf den 3:50h war das Ergebnis sehr zufriedenstellend. Die Strecke war cool, das Material hat durchgehalten und die WM-Quali ist geschafft. Gravel World Series Aachen kann ich jedem empfehlen, der mal Bock auf so ein großes Event hat, denn es ist sicher anders als eine kleinere Veranstaltung ums Eck z.B.

Für mich geht es Ende Juni nochmals zu UCI World Gravel Series nach Singen, dort steht deutlich mehr HM an und ich bin gespannt wie der Rennverlauf dort so ist.

Mal sehen, wir hören uns

Cheers  Luka

Hegelstraße 7
72663 Großbettlingen
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